| Management und Führung | |||||
| 3.1 Führung | 3.2 Führungsstile - Klassifikationen | 3.3 Ein- und mehrdimensionale Führungsmodelle | 3.4 Situative Theorie. Hersey- Blanchard | 3.5
Management by ... Konzepte |
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Diese 3 Führungsstile gehen auf die 3 "reinen" (idealtypischen) Formen der Herrschaft von Max Weber (1864 – 1920) zurück (Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft, Kapitel III, Die Typen der Herrschaft, 1922). Weber fragt: Warum lassen sich Menschen beherrschen? Anhand der 3 Gründe, die er erkennt, formuliert er 3 Formen der Herrschaft:
Die Führungslehre hat diese Grundformen aufgegriffen, sie hinsichtlich der Führung in Unternehmen und Organisationen modifiziert und 3 grundlegende Führungsstile definiert:
| Autokratischer / patriarchalischer Führungsstil |
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| Charismatischer Führungsstil |
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| Bürokratischer Führungsstil |
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Diese 3 Führungsstile gehen auf Kurt Lewin (geboren 1890 in Posen, gestorben 1947 in den USA), den Begründer der modernen Sozialpsychologie und dessen empirische Untersuchungen zurück. Lewin untersuchte mit seinen Mitarbeitern White und Lippitt in der Iowa Child Welfare Research Station in den Jahren 1937 und 1938 anhand von Jungengruppen die Wirkung verschiedener Führungsstile auf die Gruppenatmosphäre, Produktivität, Zufriedenheit, Gruppenzusammenhalt und Effizienz. (Lück, Helmut E.: Kurt Lewin, Weinheim, 1996, S. 98)
| Autoritärer Führungsstil |
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| Kooperativer Führungsstil |
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| Laissez-faire Führungsstil |
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Der autoritäre Führungsstil
Vorteile: Schnelle Handlungsfähigkeit. In Krisensituationen ist es wichtig, schnelle Entscheidungen zu treffen. Die Verantwortung ist klar.
Nachteile: Die Mitarbeiter werden demotiviert und sehen keine
Notwendigkeit, sich eigene Gedanken zu machen und selbst initiativ zu werden.
Der Vorgesetzte wird leicht überfordert mit der Aufgabe, alles selbst
entscheiden zu müssen. Fehler oder falsche Einschätzungen können die Folge sein.
Wenn er mal nicht da, geht die Arbeit nicht weiter.
Der kooperative Führungsstil
Vorteile: Die Motivation der Mitarbeiter wird gefördert, weil die Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter ernst genommen werden. Der Vorgesetzter wird entlastet. Das Arbeitsklima ist angenehm und fördert gute Ergebnisse.
Nachteile: Es besteht die Gefahr, dass es zu keinen klaren Entscheidungen
kommt. In seinem Bemühen es allen recht zu machten, kann sich der Vorgesetzte im Ernstfall
nicht durchzusetzen. Darunter kann die Disziplin leiden und notwendige
Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden.
Laissez-faire Führungsstil
(Laissez-faire ist aus dem Französischen. Es meint „lasst machen“, hier „einfach laufen lassen“.)
Vorteile: Da die Mitarbeiter selbstbestimmt mit einem großen Spielraum handeln, kann sich das motivierend auswirken und die Mitarbeiter können ihre persönlichen Stärken einbringen.
Nachteile: Nicht jeder Mitarbeiter kann mit dem hohen Maß an Freiheit umgehen. Ohne die ordnende Hand des Vorgesetzten tritt leicht Desorientierung auf.
Bei den Iowa-Studien 1937 und 1938 beobachtete Kurt Lewin das folgende Phänomen: Eine Gruppe lief aus dem Ruder und man ließ diese daraufhin ohne Leiter. Sie zeigte jedoch sowohl in Bezug auf das Aufgabeninteresse, die Gruppenzugehörigkeit und die Zufriedenheit die schlechtesten Resultate. Auch kam es zu aggressiven Verhaltensweisen. Daraus wird abgeleitet: Irgendeine Führung ist besser als gar keine Führung.